Schule am Wieter

Die "Schule am Wieter" ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in Northeim. Im Jahr 2002 wurde sie unter dem Namen „Freie Schule E-Werk“ gegründet. Der Träger der Einrichtung ist die Werk-statt-Schule e.V.

Die Schule kann 60-70 Schüler*innen in neun Lerngruppen im Hauptgebäude und einer weiteren Lerngruppe in der Außenstelle Einbeck aufnehmen. Einzugsbereich ist der Landkreis Northeim und die Randbezirke der angrenzenden Landkreise. Aufgenommen werden Schüler*innen aller Schularten, bei denen der Förderbedarf nach sonderpädagogischem Gutachten festgestellt und durch die Landesschulbehörde anerkannt ist.

Brief des Kulturministeriums vom 23.11.2021

Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

die „vierte Welle“ der Corona-Pandemie hat uns mittlerweile fest im Griff und diese äußerst dynamische Entwicklung geht auch am Schulbetrieb nicht spurlos vorüber. Wir knüpfen unser Sicherheitsnetz also noch einmal enger, um den Präsenzunterricht auch weiterhin bestmöglich abzusichern und die Schulen offen zu halten.

Ab morgen tritt die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft. Ein wichtiger Baustein dieser bundesgesetzlichen Regelung ist die verbindliche Vorgabe, dass am Arbeitsplatz grundsätzlich „3 G“ gilt, d. h. jede/r Beschäftigte muss nachweisen, dass er oder sie vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet ist. Das gilt selbstverständlich auch für das schulische Personal und wird erheblich zum Schutz aller Beteiligten beitragen.

Für die Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, bleibt es bei drei wöchentlichen Testungen zu Hause. Sollte es einen Verdachtsfall aufgrund eines positiven Selbsttests in einer Lerngruppe geben, ziehen wir allerdings auch hier das Sicherheitsnetz enger und erhöhen die Testfrequenz. Es testet sich dann die komplette Klasse – auch die Geimpften und Genesenen - an fünf Schultagen hintereinander zu Hause. Die Testkits werden von der Schule gestellt. Alle negativ getesteten und symptomfreien Schülerinnen und Schüler bleiben im Regelfall im Präsenzunterricht, eine Kontaktnachverfolgung im schulischen Kontext kann dann entfallen. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die in Quarantäne müssen, kann so erheblich verringert werden.

Um das Eintragen von Infektionen in die Schulen durch externe Personen so gut wie möglich zu verhindern, werden wir auch hier die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöhen. Veranstaltungen wie Adventsfeiern, Weihnachtskonzerte, Theateraufführungen usw. können stattfinden, allerdings ohne externe Besucherinnen und Besucher. Dazu gehören auch Eltern und andere Angehörige. Für Elternabende und Elternsprechtage empfehlen wir dringend digitale Formate. Sollte das nicht möglich sein, finden diese Veranstaltungen unter 2 G plusRegeln statt, d. h. es bekommt nur Zugang, wer geimpft oder genesen ist und zusätzlich eine 2 tagesaktuelle negative Testbescheinigung vorlegt. Wir ziehen damit für den Schulbereich schon jetzt strengere Regelungen ein, als sie in anderen Bereichen derzeit noch üblich sind. Damit wollen wir kleinschrittige Anpassungen in den nächsten Tagen und Wochen vermeiden und den Schulen mehr Planungssicherheit geben.

Mit Blick auf das erhöhte Infektionsrisiko bei mehrtägigen Schulfahrten mit Übernachtungen kommen wir nicht umhin, diese bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres zu untersagen. Auch eine Verlängerung dieser Maßgabe bis zu den Osterferien scheint derzeit nicht ausgeschlossen, wir überprüfen das fortlaufend. Das Verbot soll nicht länger als nötig gelten, gleichwohl aber so lange, wie die Sicherheit es erfordert. Möglich bleiben weiterhin Tagesfahrten und Exkursionen ohne Übernachtung. Auch hier ist es aber geboten, den pädagogischen Nutzen und das Infektionsrisiko vor Ort kritisch gegeneinander abzuwägen.

Die Frage nach einem früheren Beginn der Weihnachtsferien, die aktuell in vielen Medien kursiert, kann ich Ihnen heute noch nicht beantworten, ich halte eine Entscheidung darüber zum jetzigen Zeitpunkt auch für verfrüht. Es gilt, so umfassend wie nur irgendwie möglich Präsenzunterricht anzubieten, da zählt im Zweifel jeder einzelne Schultag. Sollte das Infektionsgeschehen hier eine andere Entscheidung notwendig machen, werden wir Sie rechtzeitig Anfang Dezember darüber informieren. Zuletzt komme ich noch auf eine Maßnahme zu sprechen, die viele Grundschulkinder, ihre Eltern und Lehrkräfte intensiv beschäftigt und auch mich seit Wochen umtreibt: das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht der Primarstufe. Angesichts der sehr hohen und weiterhin steigenden Inzidenzwerte in der Altersgruppe der Grundschülerinnen und Grundschüler kommen wir leider nicht umhin, die Maske auch am Sitzplatz wieder für alle Jahrgänge vorzuschreiben. Ich bedauere das sehr und hätte mir die angestrebte Einheitlichkeit in der Grundschule anders gewünscht, aber hier gilt es unbedingt, dem Infektionsschutz Vorrang zu geben, um den Präsenzunterricht weiter zu sichern. Dafür bitte ich um Verständnis! Wir werden auch diese Entscheidung in kurzen Abständen überprüfen.

Ich wünsche uns allen, dass wir gemeinsam gut durch den Winter kommen und die Schulen von weiteren Einschränkungen verschont bleiben können! Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Unterstützung in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag!

Alles Gute für Sie und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

Die Schule am Wieter können Kinder und Jugendliche besuchen, die in Regelschulen wegen erheblicher Beeinträchtigungen der emotionalen und sozialen Entwicklung nicht ausreichend gefördert werden können. Dies sind Auffälligkeiten aufgrund von ADS oder ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit und Hyperaktivitäts-Störung/Syndrom) vorliegen, bzw. verhaltensbedingte Lernschwierigkeiten, psychische Probleme oder andere gravierende Verhaltensauffälligkeiten.

Primäres Ziel der Förderschule ist eine Reduzierung oder Aufhebung der Anpassungsdefizite sowie die Reintegration in die Regelschule. Bei entsprechender Leistung und Qualifikation können die Schüler*innen den Abschluss Förderschule Lernen, den Hauptschulabschluss, den erweiterten Hauptschulabschluss sowie in Einzelfällen den (erweiterten) Sek. I Realschulabschluss erwerben.

Schwerpunkte der Arbeit sind die individuelle Ausrichtung der schulischen Förderung mit ergänzender Beratung, Förderplangesprächen, sozialpädagogischen und therapeutischen Angeboten. Die intensive Zusammenarbeit mit Eltern und/oder Erziehungsberechtigten dient dazu, gemeinsame Ziele zu entwickeln und diese regelmäßig zu überprüfen. Es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Vertretern des Jugendamtes, Therapeut*innen und anderen, die am Entwicklungsprozess und Entwicklungsstand der Schüler*innen beteiligt sind, statt.

Durch ein klares Regel- und Belohnungssystem (verhaltenstherapeutische Ansätze, Tokensystem) und positive Verstärkung werden die Fortschritte hervorgehoben und unterstützt. Das pädagogische Handeln ist wesentlich am systemischen Ansatz orientiert.

In der Primarstufe werden die Schüler*innen in Lerngruppen mit 8 Schülern von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet und gefördert und auf einen evtl. Wechsel auf eine Regelschule vorbereitet. Regelmäßige Auswertungs- und Reflexionsgespräche überprüfen die individuell vereinbarten Verhaltensziele.

Hier werden Schüler*innen von der 5. bis zur 9. und 10. Klasse unterrichtet und gefördert. In diesen Lerngruppen werden die Schüler*innen auf die verschiedenen Schulabschlüsse oder auf den Wechsel an die Regelschule vorbereitet.

Im Werkstattbereich arbeiten die Schüler*innen gestaltend und handwerklich nach ergotherapeutischen Gesichtspunkten mit Holz, Ton, Metall, Farben und vielen anderen Materialien.

Der Schultag beginnt um 8:00 Uhr und endet um 12:40 Uhr. Im täglichen Morgengespräch kann Jeder Eigenes berichten, Erlebtes besprechen, Konflikte klären. Zum gemeinsamen Frühstück gehören in jeder Lerngruppe verschiedene Dienste wie Tischdecken u.a.

Der Vormittag ist gegliedert durch die Unterrichtseinheiten und spezifische Lernangebote in den Gruppen. Jede Lerneinheit wird mit einer gemeinsamen Reflexion des Verhaltens jedes Einzelnen beendet. Den Lerngruppen steht neben den Lehrkräften zusätzlich ca. 12 Wochenstunden ein pädagogischer Mitarbeiter zur Verfügung, so dass differenziert unterrichtet werden kann.

Sportliche Aktivitäten und verschiedene freiwillige AGs sind ein wichtiger Bestandteil der Schulwoche, ebenso wie die angebotenen Übungsfelder im Bereich gestaltendes Werken, Kunst und Musik.

Die Schüler*innen können an drei Nachmittagen in der Woche an einer freiwilligen Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe teilnehmen. Seit November 2015 besteht die Möglichkeit, in der Schule einen Mofakurs zu besuchen.

Einmal monatlich findet eine Schülverversammlung statt, in der die Schüler*innen gemeinsam Aktuelles diskutieren, planen und besprechen können. Die Schülerversammlung wird geplant und durchgeführt durch den gewählten Schülerrat.

Sportliche Aktivitäten und verschiedene AGs sind ein wichtiger Bestandteil der Schulwoche, ebenso wie die angebotenen Übungsfelder im Bereich gestaltendes Werken, Kunst und Musik. Die Schule am Wieter beteiligt sich regelmäßig an den Fußballturnieren umliegender Schulen oder richtet sie selber aus.

Jedes Jahr werden in der Sekundarstufe mehrtätigen Schulfahrten organisiert, z.B. zum Internationalen Schulbauernhof in Hevensen. Die Klassenfahrten finden in verschiedenen Lerngruppen statt.

Das Sommerfest ist Resümee und Abschluss des Schuljahres. Es wird mit Spielen und Aktivitäten mit Schüler*innen, Mitarbeiter*innen, Eltern, Erziehungsberechtigten und all denen, die in die Arbeit der Schule am Wieter involviert sind, gefeiert.

Die Schüler*innen werden durch ein qualifiziertes Team unterrichtet und gefördert, das sich aus Förderschul-, Grund-, Haupt-, Realschullehrer*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen, staatlich anerkannten Erzieher*innen und Heilpädagog*innen zusammensetzt. Die Mitarbeiter*innen haben zum Teil eine systemische Fortbildung absolviert. Die Schulleitung wird von einer Sekretärin in organisatorischen Angelegenheiten und Büroarbeiten unterstützt. Neben Teamsitzungen, Fallbesprechungen und Gesamtkonferenzen erhalten die Mitarbeiter*innen alle vier Wochen Supervision und damit Raum für die Reflexion des eigenen Handelns.

Das Team der Schule wird wöchentlich an drei Tagen durch einen Ergotherapeuten unterstützt. Einige Schüler*innen nehmen an der Neurofeedbacktherapie, andere an der Grob- oder Feinmotorikgruppe teil. Der enge Austausch zwischen den Lehrkräften und dem Ergotherapeuten bezüglich der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen findet regelmäßig statt. Diese schulinterne Förderung wird ermöglich durch Spenden der Aktion Kindertraum. Eine schulinterne Logopädie und Legasthenie durch eine zertifizierte Therapeutin runden das Angebot der Schule ab.

Kontakt

Schule am Wieter

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

Ansprechpartner*innen

Agnieszka Stepniewska

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

Anja Reisch

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

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