Schule am Wieter

Die "Schule am Wieter" ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in Northeim. Im Jahr 2002 wurde sie unter dem Namen „Freie Schule E-Werk“ gegründet. Der Träger der Einrichtung ist die Werk-statt-Schule e.V.

Die Schule kann 60-70 Schüler*innen in neun Lerngruppen im Hauptgebäude und einer weiteren Lerngruppe in der Außenstelle Einbeck aufnehmen. Einzugsbereich ist der Landkreis Northeim und die Randbezirke der angrenzenden Landkreise. Aufgenommen werden Schüler*innen aller Schularten, bei denen der Förderbedarf nach sonderpädagogischem Gutachten festgestellt und durch die Landesschulbehörde anerkannt ist.

Brief des Kulturministeriums vom 14.10.2021

Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

bevor die Herbstferien beginnen, ist es an der Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Insgesamt können wir von einem gelungenen Start in das neue Schuljahr sprechen. Das enge „Sicherheitsnetz“ aus Infektionsschutzmaßnahmen hat uns vor größeren Ausbrüchen in den niedersächsischen Schulen und auch vor massenhaften Quarantäneanweisungen bewahrt. Die erste Etappe auf dem Weg zurück zur Normalität haben wir damit erreicht: Wir konnten Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler anbieten, Schulen sind nicht zu Hotspots geworden.

In einer nächsten Etappe wollen wir nun die Maßnahmen, die das Lernen in der Schule nach wie vor einschränken und erschweren, schrittweise zurückfahren. Dabei gilt es auch weiterhin gut abzuwägen, was möglich und verantwortbar erscheint. Schule muss ein sicherer Ort bleiben, der Präsenzunterricht für alle bleibt unsere oberste Prämisse. Dabei hinkt der vielzitierte Vergleich mit den Regelungen im Freizeitbereich: Schule ist und bleibt eine Pflichtveranstaltung, ob ich ins Kino, Fitnessstudio oder Restaurant gehe, entscheide ich dagegen selbst.

Es bleibt deshalb dabei, dass wir nach den Herbstferien mit Blick auf Reiserückkehrende und das Freizeitverhalten in den Ferien noch einmal sehr vorsichtig sein müssen. Wie bereits angekündigt wird deshalb in der Woche nach den Ferien täglich getestet und die MNB-Pflicht im Unterricht bleibt zunächst bestehen (Ausnahmen: Schülerinnen und Schüler Jahrgänge 1 und 2 dürfen ihre MNB am Sitzplatz abnehmen; geimpfte und genesene Personen sind weiterhin von der Testpflicht befreit).

Erfreulicherweise ermöglicht es uns das aktuelle Infektionsgeschehen aber, auch über Lockerungen im schulischen Bereich nachzudenken und die nächsten Schritte zu planen. Sollte sich die positive Tendenz nicht wieder umkehren, werden mit Inkrafttreten der neuen Landesverordnung am 10.11.2021 weitere Schuljahrgänge auf das Tragen einer MundNase-Bedeckung am Sitzplatz verzichten können. Hier schrittweise vorzugehen und dabei die Entwicklung der Infektionszahlen genau im Auge zu behalten, hat sich bewährt. Die genauen Informationen gehen Ihnen rechtzeitig nach den Herbstferien zu.

Für die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens wird auch weiterhin der Impffortschritt eine entscheidende Rolle spielen. Derzeit werden in vielen Landkreisen Impfaktionen für Schülerinnen und Schüler durch Mobile Teams vorbereitet. Auch bisher ungeimpfte Erziehungsberechtigte können dieses Angebot wahrnehmen. Ich danke allen, die dazu beitragen, dass wir hier gemeinsam einen Schritt weiterkommen.

Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank dafür, dass Sie Ihre Kinder so gut darin unterstützen, wieder im Schulalltag anzukommen und den fortwährenden Herausforderungen der Pandemie zu stellen! Gemeinsam wird es uns gelingen, auch die nächsten Etappen auf dem Weg zu mehr Normalität zu meistern, davon bin ich fest überzeugt!

Ich wünsche Ihnen nun schöne Herbstferien, ein paar entspannte Tage und alles Gute! Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

Die Schule am Wieter können Kinder und Jugendliche besuchen, die in Regelschulen wegen erheblicher Beeinträchtigungen der emotionalen und sozialen Entwicklung nicht ausreichend gefördert werden können. Dies sind Auffälligkeiten aufgrund von ADS oder ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit und Hyperaktivitäts-Störung/Syndrom) vorliegen, bzw. verhaltensbedingte Lernschwierigkeiten, psychische Probleme oder andere gravierende Verhaltensauffälligkeiten.

Primäres Ziel der Förderschule ist eine Reduzierung oder Aufhebung der Anpassungsdefizite sowie die Reintegration in die Regelschule. Bei entsprechender Leistung und Qualifikation können die Schüler*innen den Abschluss Förderschule Lernen, den Hauptschulabschluss, den erweiterten Hauptschulabschluss sowie in Einzelfällen den (erweiterten) Sek. I Realschulabschluss erwerben.

Schwerpunkte der Arbeit sind die individuelle Ausrichtung der schulischen Förderung mit ergänzender Beratung, Förderplangesprächen, sozialpädagogischen und therapeutischen Angeboten. Die intensive Zusammenarbeit mit Eltern und/oder Erziehungsberechtigten dient dazu, gemeinsame Ziele zu entwickeln und diese regelmäßig zu überprüfen. Es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Vertretern des Jugendamtes, Therapeut*innen und anderen, die am Entwicklungsprozess und Entwicklungsstand der Schüler*innen beteiligt sind, statt.

Durch ein klares Regel- und Belohnungssystem (verhaltenstherapeutische Ansätze, Tokensystem) und positive Verstärkung werden die Fortschritte hervorgehoben und unterstützt. Das pädagogische Handeln ist wesentlich am systemischen Ansatz orientiert.

In der Primarstufe werden die Schüler*innen in Lerngruppen mit 8 Schülern von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet und gefördert und auf einen evtl. Wechsel auf eine Regelschule vorbereitet. Regelmäßige Auswertungs- und Reflexionsgespräche überprüfen die individuell vereinbarten Verhaltensziele.

Hier werden Schüler*innen von der 5. bis zur 9. und 10. Klasse unterrichtet und gefördert. In diesen Lerngruppen werden die Schüler*innen auf die verschiedenen Schulabschlüsse oder auf den Wechsel an die Regelschule vorbereitet.

Im Werkstattbereich arbeiten die Schüler*innen gestaltend und handwerklich nach ergotherapeutischen Gesichtspunkten mit Holz, Ton, Metall, Farben und vielen anderen Materialien.

Der Schultag beginnt um 8:00 Uhr und endet um 12:40 Uhr. Im täglichen Morgengespräch kann Jeder Eigenes berichten, Erlebtes besprechen, Konflikte klären. Zum gemeinsamen Frühstück gehören in jeder Lerngruppe verschiedene Dienste wie Tischdecken u.a.

Der Vormittag ist gegliedert durch die Unterrichtseinheiten und spezifische Lernangebote in den Gruppen. Jede Lerneinheit wird mit einer gemeinsamen Reflexion des Verhaltens jedes Einzelnen beendet. Den Lerngruppen steht neben den Lehrkräften zusätzlich ca. 12 Wochenstunden ein pädagogischer Mitarbeiter zur Verfügung, so dass differenziert unterrichtet werden kann.

Sportliche Aktivitäten und verschiedene freiwillige AGs sind ein wichtiger Bestandteil der Schulwoche, ebenso wie die angebotenen Übungsfelder im Bereich gestaltendes Werken, Kunst und Musik.

Die Schüler*innen können an drei Nachmittagen in der Woche an einer freiwilligen Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe teilnehmen. Seit November 2015 besteht die Möglichkeit, in der Schule einen Mofakurs zu besuchen.

Einmal monatlich findet eine Schülverversammlung statt, in der die Schüler*innen gemeinsam Aktuelles diskutieren, planen und besprechen können. Die Schülerversammlung wird geplant und durchgeführt durch den gewählten Schülerrat.

Sportliche Aktivitäten und verschiedene AGs sind ein wichtiger Bestandteil der Schulwoche, ebenso wie die angebotenen Übungsfelder im Bereich gestaltendes Werken, Kunst und Musik. Die Schule am Wieter beteiligt sich regelmäßig an den Fußballturnieren umliegender Schulen oder richtet sie selber aus.

Jedes Jahr werden in der Sekundarstufe mehrtätigen Schulfahrten organisiert, z.B. zum Internationalen Schulbauernhof in Hevensen. Die Klassenfahrten finden in verschiedenen Lerngruppen statt.

Das Sommerfest ist Resümee und Abschluss des Schuljahres. Es wird mit Spielen und Aktivitäten mit Schüler*innen, Mitarbeiter*innen, Eltern, Erziehungsberechtigten und all denen, die in die Arbeit der Schule am Wieter involviert sind, gefeiert.

Die Schüler*innen werden durch ein qualifiziertes Team unterrichtet und gefördert, das sich aus Förderschul-, Grund-, Haupt-, Realschullehrer*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen, staatlich anerkannten Erzieher*innen und Heilpädagog*innen zusammensetzt. Die Mitarbeiter*innen haben zum Teil eine systemische Fortbildung absolviert. Die Schulleitung wird von einer Sekretärin in organisatorischen Angelegenheiten und Büroarbeiten unterstützt. Neben Teamsitzungen, Fallbesprechungen und Gesamtkonferenzen erhalten die Mitarbeiter*innen alle vier Wochen Supervision und damit Raum für die Reflexion des eigenen Handelns.

Das Team der Schule wird wöchentlich an drei Tagen durch einen Ergotherapeuten unterstützt. Einige Schüler*innen nehmen an der Neurofeedbacktherapie, andere an der Grob- oder Feinmotorikgruppe teil. Der enge Austausch zwischen den Lehrkräften und dem Ergotherapeuten bezüglich der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen findet regelmäßig statt. Diese schulinterne Förderung wird ermöglich durch Spenden der Aktion Kindertraum. Eine schulinterne Logopädie und Legasthenie durch eine zertifizierte Therapeutin runden das Angebot der Schule ab.

Kontakt

Schule am Wieter

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

Ansprechpartner*innen

Agnieszka Stepniewska

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

Anja Reisch

Sudheimer Str. 65
37154 Northeim

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